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Alles zur Stress- und Belastungsinkontinenz

Stressinkontinenz und Belastungsinkontinenz – Was tun?

Wer unter einer Stressinkontinenz bzw. einer Belastungsinkontinenz leidet, der wird im Alltag häufig von ihr eingeholt. Es handelt sich dabei um eine der gängigsten Form der Inkontinenz. Dabei verlieren die Betroffenen bei einer körperlichen Anstrengung plötzlich und unbeabsichtigt Urin. Dies kann beispielsweise beim Lachen oder Niesen, Husten oder auch beim Heben passieren. Den Betroffenen ist der plötzliche Harnverlust sehr unangenehm, um die Kleidung zu schützen werden dabei auf Inkontinenzhilfsmittel wie Slipeinlagen, Inkontinenzvorlagen oder ähnliches zurückgegriffen. Frauen leiden unter dieser Form der Harninkontinenz häufiger als Männer.

Was ist eine Belastungsinkontinenz?

Unter einer Belastungsinkontinenz wird ein unvorhergesehener Harnabgang verstanden, der durch eine Belastung des Bauchraumes ausgelöst wird. Das bedeutet, dass Niesen, Lachen, Husten oder schweres Heben den ungewollten Harnverlust verursachen. Das muss allerdings nicht immer der Fall sein. Das tückische ist, dass die betroffenen Menschen nicht wissen, bei welchem Lachen, Husten, Niesen oder Heben der Abgang das Resultat ist. Übrigens ist die Belastungsinkontinenz auch als Stressinkontinenz bekannt. Aber der Stress gilt nicht als Auslöser. Seelische Belastungen können zwar nicht als Komponente ausgeschlossen werden, rufen aber in der Regel keine Inkontinenz bei Erwachsenen hervor.

Die Stressinkontinenz kann in drei Grade je nach Schwere eingeteilt werden. Unterteilt wird dabei, wie stark der Druck im Bauchraum ist.

Schweregrad

Grad der Belastung

1. Grad

Starker Druck auf den Bauchraum durch Husten, Niesen, Lachen, Heben usw.

2. Grad

Mäßiger Druck auf den Bauchraum durch Gehen, Hinsetzen, Treppensteigen usw.

3. Grad

Schwacher Druck auf den Bauchraum durch liegen im Bett usw.

Die betroffenen Personen verspüren in der Regel vor dem unkontrollierten Urinabgang keinen bewussten Harndrang. Sie werden von den Abgängen also völlig überrascht. Beachtet werden muss außerdem, dass die Betroffenen manchmal nur wenige Tropfen Urin verlieren und manchmal einen ganzen Schwall oder gar den gesamten Blaseninhalt. So kann der Leidensdruck ganz unterschiedlich sein.

Doch was sind nun die Ursachen einer Stressinkontinenz? In den meisten Fällen liegt hier ein Problem mit dem Schließmuskel der Blase vor. Das bedeutet, dass er nicht mehr ganz zuverlässig schließt und somit bei der körperlichen Belastung den Urin durchlässt. Frauen leiden in der Regel häufiger unter der Belastungsinkontinenz als Männer. Erklärt wird das durch ihre Anatomie. In vielen Fällen gehört zu den Belastungsinkontinenz-Ursachen ein Erschlaffen der Beckenbodenmuskulatur mit hinzu. Besonders nach Geburten oder im zunehmenden Alter ist das der Fall. Deswegen ist nach einer Geburt dringend ein Beckenbodentraining angeraten. Dies kann aber immer durchgeführt werden, um die Muskulatur zu stärken – von Männern und Frauen gleichermaßen.

Stressinkontinenz Ursachen bei Männern und Frauen

Die grundsätzlichen Auslöser der Stressinkontinenz sind bei beiden Geschlechtern ähnlich. Dabei wird ein Zusammenhang mit dem Erschlaffen der Beckenbodenmuskulatur erkannt. Bei dieser Muskulatur handelt es sich um einen Muskel, der die im Unterleib liegenden Körperöffnungen umschließt. Auch Übergewicht kann zu einer Belastungsinkontinenz führen.

Männer haben Frauen gegenüber den Vorteil, dass sie aufgrund der Prostata eine zusätzliche Unterstützung für die Beckenbodenmuskulatur haben. Das ist auch der Grund weshalb weniger Männer als Frauen unter einer Belastungsinkontinenz leiden. Leiden Männer darunter, dann ist in den meisten Fällen die äußere Blasenmuskulatur beschädigt worden. Das kann im Rahmen einer Operation oder bei einem schwerwiegenden Unfall geschehen sein. Meist passiert es bei einem Eingriff an der Prostata. Frauen erfahren meist nach vaginalen Geburten, oft nach mehreren, die Einschränkungen einer Belastungsinkontinenz. Der Grund ist, dass dieser dann einer schweren Belastung ausgesetzt ist. Hierdurch kann der Blasenschließmuskel absinken oder auch nachgeben. Operationen am Unterleib oder aber die Wechseljahre und damit einhergehende hormonelle Veränderungen sind ebenfalls als mögliche Ursachen anzuführen.

Stressinkontinenz Ursachen bei Männern

Stressinkontinenz Ursachen bei Frauen

  • Beschädigung der äußeren Blasenmuskulatur
  • Unfall
  • Eingriffe an der Prostata
  • Geburten
  • Operationen
  • Wechseljahre und hormonelle Veränderungen
  • Was tun bei einer Belastungsinkontinenz?

    Es gibt einige Möglichkeiten der Behandlung bei einer Belastungsinkontinenz. Hierbei stehen Ihnen die verschiedensten Behandlungsmöglichkeiten und Hilfsmittel zur Verfügung.
    Behandlungsmethoden bei Stress- & Belastungsinkontinenz
  • Beckenbodentraining
  • Scheidengewichte bei Frauen
  • Gewichtsabnahme
  • Elektrostimulation
  • Biofeedback
  • Diese Therapie-Methoden zielen darauf ab, operative Eingriffe zu vermeiden. Bei Beschwerden im Bereich Grad 1 und 2 können diese Methoden dabei helfen, den Beckenboden zu stärken. Hierdurch können die Beschwerden häufig bereits gelindert werden.

    Das Beckenbodentraining dient dazu, die Muskulatur zu stabilisieren. Hierdurch wird das Absinken des Blasenschließmuskels verringert und es kann nach und nach die Kontrolle darüber zurückerlangt werden. Wichtig ist, dass das Training zunächst gewissenhaft für zumindest ein Quartal durchgeführt wird. Wenn möglich, sollte es dauerhaft ein Bestandteil im sportlichen Bereich der betroffenen Person sein.

    Scheidengewichte erinnern optisch an Tampons. Diese werden in die Scheide eingeführt. Die Beckenbodenmuskulatur wird dabei trainiert, indem sie die Gewichte im Innern der Frau halten soll. Die Frau lernt so die Wahrnehmung und Steuerung der Muskulatur.

    Da Übergewicht die Erschlaffung der Beckenbodenmuskulatur und somit die Belastungsinkontinenz begünstigt, wirkt sich eine Gewichtsreduktion positiv auf den Heilungsverlauf aus.

    Bei der Elektrostimulation wirken sich kleine elektrische Impulse mit Strom positiv stimulierend auf die Muskulatur aus. Beim Biofeedback werden akustische und optische Signale mit einem Biofeedbackgerät gesendet. Diese werden dann wahrgenommen. Dadurch soll der Betroffene wieder mehr und mehr die Kontrolle über die Beckenbodenmuskulatur erlangen.

    Generell sollen diese Maßnahmen bevorzugt werden, damit Medikamente und Operationen nur die Notlösung bleiben. Wenn sich der Mensch mit sanften Methoden selbst heilen kann, ist der mögliche Heilungs- und Linderungsprozess angenehmer und weniger stressig für den Körper.

    Tipp: Wenn betroffene Personen merken, dass sie niesen müssen, können sie den Kopf zu einer Seite drehen und zeitgleich die Beckenbodenmuskulatur anspannen. Dieser Trick funktioniert auch beim Husten und anderen typischen Gegebenheiten

    Stressinkontinenz mit Medikamenten und Operationen behandeln

    Gegen die Belastungsinkontinenz können in einigen Fällen auch Medikamente helfen. So kann die Erkrankung bei einigen Frauen aufgrund eines Östrogenmangels entstanden sein. Diese hormonelle Störung kann mit richtig dosierten Scheidenzäpfchen oder einer Scheidencreme bereits gelindert werden. Weiterhin kann die Stärkung des Schließmuskels der Blase mit dem Wirkstoff Duloxetin bewirkt werden.

    Wenn die vorherigen Schritte nicht helfen, dann kommen die operativen Methoden in Betracht. Hierbei handelt es sich beispielsweise um:

    • Kolposuspension,
    • künstlicher Schließmuskel,
    • TVT-Operation,
    • Harnröhre unterspritzen.

    Bei einer Kolposuspension wird im Rahmen einer Operation der Hals der Blase angehoben und befestigt. Er kann mit einer kleineren Narkose durchgeführt werden, wird in der Regel aber unter Vollnarkose vorgenommen. Die Erfolge liegen bei dieser Art der Behandlung bei über 80 Prozent.

    Mit einer hohen Erfolgsquote beeindruckt die Möglichkeit, einen künstlichen Schließmuskel einzusetzen. Allerdings ist dies ein schwerer Eingriff, der mitunter Folgeoperationen erfordert, wenn es mechanische Problemstellungen gibt. Im Rahmen der Operation wird die Harnröhre durch eine Manschette für die natürliche Entleerung verschlossen. Eine kleine Pumpe wird in der Schamlippe der Frau oder im Hodensack des Mannes eingelassen. Hiermit können die Betroffenen dann kontrolliert Urin ablassen. Es stellt allerdings die letztgewählte Behandlungsmöglichkeit dar.

    Bei der TVT-Operation handelt es sich um das tension-free vaginal-tape. Im Rahmen eines kleinen Eingriffs wird hierbei ein Kunststoffband unter die Harnröhre hindurchgeführt. Im Anschluss wird es durch die Bauchdecke geführt, damit es nach außen gelangt. Diese Maßnahme trägt zur Unterstützung des Blasenschließmuskels bei, damit dieser nicht so schnell nachgibt. Mit einer kleinen Narkose dauert der Eingriff in der Regel weniger als eine halbe Stunde.

    Wird bei einem Eingriff die Harnröhre unterspritzt, so kommt dabei eine Substanz zum Einsatz, die Hyaluronsäure enthält. Diese wird in die Harnröhrenwand gespritzt. Durch diese Aufpolsterung verengt sich die Harnröhre. Zugleich wird der Muskel der Blase aufgepolstert. Nun hält er unter Druck wieder mehr Belastungen stand.

    Fazit

    Menschen, die unter einer Belastungsinkontinenz leiden, empfinden Stress. Sie müssen immer spontan mit der Entleerung der Blase in Alltagssituationen rechnen. Hierbei kann es sich um das Niesen, Husten, Lachen oder Heben von Dingen handeln. Mit einem regelmäßigen Beckenbodentraining kann jeder Mensch übrigens seinen Teil dazu beitragen, einer Stressinkontinenz bestmöglich vorzubeugen oder die Beschwerden zu lindern. Sollte keine Methode helfen, so gibt es medikamentöse und operative Behandlungsmethoden. Auch wenn Frauen häufiger betroffen sind, so erkranken dennoch auch viele Männer an dieser Form der Inkontinenz.

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