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Einmalhandschuhe: Normen und Produktbezeichnungen

Normen und Produktkennzeichnungen von Einmalhandschuhen!

Die Einmalhandschuh Normen und ihre Bedeutung

Damit Einmalhandschuhe als medizinisches Produkt oder als persönliche Schutzausrüstung (PSA) beutzt werden können, müssen die Handschuhe gewisse Qualitätsstandards erfüllen. Diese Standards werden in den Deutschen Industrienormen (DIN) und Europäischen Normen (EN) festgehalten. Dort wird exakt vorgeschrieben welche Anforderungen Einweghandschuhe erfüllen müssen und wie die Prüfverfahren ablaufen müssen. Strenge Vorgaben und genaue Prüfverfahren sorgen für ein hohes Qualitätsniveau, von dem auch Sie als Verbraucher und Anwender profitieren. Dabei spielt es keine Rolle ob es sich beispielsweise um Nitril-, Vinyl- oder Latexhandschuhe handelt, die Industrienormen gelten für alle geprüften Handschuhe.

Dennoch kann es bei den ganzen Normen, Symbolen und Produktkennzeichnungen natürlich schwer fallen den Überblick zu behalten und auf welche Angaben Sie besonders achten müssen.

Daher informieren wir Sie gerne über alle wichtigen Normen und Produktkennzeichnungen, damit Sie nicht den Überblick verlieren und am Ende auch die richtigen Einmalhandschuhe finden!

Europäische Norm 455 (DIN EN 455)

Die Europäische Norm 455 klassifiziert einen Einmalhandschuh für den Gebrauch im medizinischen Bereich. Nur wenn Einmalhandschuhe alle Anforderungen der DIN EN 455 erfüllen, dürfen diese für medizinische Zwecke benutzt werden. Um die Norm zu erfüllen wird ein Handschuh verschiedenen Prüfverfahren und Belastungstests ausgesetzt. Die DIN EN 455 besteht dabei aus vier Teilen:

  1. Anforderung und Prüfung auf die Dichte
    Im ersten Teil wird der Einmalhandschuh auf seine Dichte geprüft. Dazu werden in Stichproben Handschuhe mit Wasser befüllt. Die Wasserdurchlässigkeit wird in zwei Zeitabständen gemessen, unmittelbar nach dem Befüllen und nach 2 bis 3 Minuten. Das angenommene Qualitätsniveau (AQL) muss bei medizinischen Handschuhen bei 1,5 liegen.

  2. Anforderung und Prüfung der phsyikalischen Eigenschaften
    Dieser Teil der Norm legt die Anforderungen und Prüfmethoden der physikalischen Beschaffenheit für medizinische Einmalhandschuhe fest. Darunter fällt einerseits die Einhaltung einheitlicher Größenstandards und die Überprüfung der Reißfestigkeit der Handschuhe.

  3. Anforderung und Prüfung der biologischen Bewertung
    In diesem Abschnitt der Norm werden alle Grenzwerte für die enthaltenen Chemikalien festgelegt. Endotoxine, Puder, Chemikalien und herauslösbare Proteine dürfen diese Grenzwerte nicht überschreiten, damit der Handschuh als medizinisches Produkt ausgewiesen werden darf.
    Des weiteren sind die Hersteller dazu verpflichtet auf Anfrage Auskünfte über alle potenziell gesundheitsgefährdende chemische Stoffe zu geben. Daher können Sie sich auch jederzeit bei Fragen direkt an den Hersteller wenden.

  4. Anforderung und Prüfung zur Haltbarkeitsdauer
    Diese Norm legt Anforderungen an die Haltbarkeitsdauer von medizinischen Handschuhen fest. Die Handschuhboxen enthalten daher auch zwingend Angaben zur vorgesehenen Lagerung, damit es zu keinen negativen Auswirkungen auf die Haltbarkeitsdauer der Handschuhe kommt. Diese Angaben finden Sie in den meisten Fällen in Form von Piktogrammen wieder. Über die Bedeutung der einzelnen Piktogramme und Symbole können Sie weiter unten im Abschnitt Produktkennzeichnungen und Piktogramme mehr nachlesen.

Europäische Norm 374 (DIN EN 374)

Die Europäische Norm 374 legt die Anforderungen an Handschuhe fest, die den Anwender vor Chemikalien oder Mikroorganismen schützt. Die Anforderungen gliedern sich seit 2016 in fünf Teile, welche die Richtlinien zu den Prüfverfahren und Klassifizierungen festlegt.

Die Handschuhe durchlaufen mehrere Prüfverfahren und werden auf ihre Schutzfunktion gegenüber 18 verschiedenen Prüfchemikalien getestet. Zu den Prüfchemikalien zählen verschiedene Klassen, u.a. Primär Alkohole, Säuren oder Peroxide. Die Handschuhe werden dabei auf Penetration (EN 374-2), Permeation (EN 374-3) und Degradation (EN 374-4) untersucht. Jeder einzelner Test stellt dabei einen weiteren Abschnitt der Norm EN 374 dar. Anhand der Testergebnisse werden Schutzhandschuhe im Anschluss typisiert, welche Sie an den folgenden Piktogrammen unterscheiden können.

Piktogramme zur EN 374 Kategorisierung

Typ A
Schutzhandschuhe/Einmalhandschuhe des Typs A verhindern bei mindestens 6 Prüfchemikalien ein Durchbruch für jeweils mindestens 30 Minuten

Typ B
Schutzhandschuhe/Einmalhandschuhe des Typs A verhindern bei mindestens 3 Prüfchemikalien ein Durchbruch für jeweils mindestens 30 Minuten

Typ C
Schutzhandschuhe/Einmalhandschuhe des Typs C verhindern bei mindestens einer Prüfchemikalie ein Durchbruch für mindestens 10 Minuten

 

Im letzten Abschnitt, der EN 374-5, soll der Schutz bei Risiken im Kontakt mit Mikroorganismen (Viren/Bakterien) gekennzeichnet werden. Um den Schutzfaktor zu bestimmen werden auf die bereits erwähnten Prüfverfahren zurückgegriffen. Zum Schutz gegen Bakterien und Pilze muss der Handschuh den Penetrationstest gemäß Norm EN 374-2 bestehen. Soll zudem Schutz gegen Viren ausgewiesen werden, muss zusätzlich ein Bakteriophagen-Penetrationstest durchgeführt und bestanden werden. Ob ein Handschuh die Kriterien zum Schutz gegen Mikroorganismen erfüllt, erkennen Sie an den untenstehenden Symbolen.

Piktogramme Virenschutz nach EN 374 Kategorisierung

Produktkennzeichnungen und Piktogramme

Auf jeder Handschuhbox finden sich bestimmte Piktogramme wieder. Diese einheitlichen Symbole liefern den Betrachter auf den ersten Blick bereits wichtige Informationen zum Gebrauch der Einmalhandschuhe und deren Produkteigenschaften. In der nachfolgenden Tabelle sind die gängisten Piktogramme aufgelistet sowie deren Bedeutung, um Ihnen einen guten Überblick zu verschaffen.

Hier erhalten Sie einen Überblick über die Produktkennzeichnungen!

Zu guter Letzt: Weitere Hinweise und Informationen für Sie zum Thema Einmalhandschuh Normen

Normen und Piktogramme können dem Verbraucher dabei weiterhelfen bei der Vielzahl von Produkten sich schnell einen Überblick über die Produkteigenschaften zu verschaffen. Auch unbekannte Produkte lassen sich so ohne viel Vorwissen besser einordnen. Die verschiedenen Prüfverfahren helfen zudem, dass ein gewisser Qualitätsstandard auf dem Markt herrscht. Die Normen und Piktogramme bieten daher einige Vorteile.

Sollten Sie dennoch weitere Fragen zu unseren Produkten haben oder benötigen Sie weitere Auskünfte rund um Hygienebedarf, dann zögern Sie nicht uns zu kontaktieren! Wir freuen uns Ihnen behilflich zu sein und Ihre Fragen zu beantworten.

Ansonsten finden Sie bei uns auch jede Menge weitere Informationen und Beratungsmöglichkeiten. Kennen Sie zum Beispiel Ihre passende Handschuhgröße nicht? Dann probieren Sie doch unseren Leitfaden zur Größenbestimmung. Oder Sie wollen sich mehr über die Vor- und Nachteile von Einmalhandschuhmaterialien informieren? Auch dafür haben wir Ihnen eine Übersicht erstellt.

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Einmalhandschuhe: Normen und Produktbezeichnungen

Normen und Produktkennzeichnungen von Einmalhandschuhen!

Die Einmalhandschuh Normen und ihre Bedeutung

Damit Einmalhandschuhe als medizinisches Produkt oder als persönliche Schutzausrüstung (PSA) beutzt werden können, müssen die Handschuhe gewisse Qualitätsstandards erfüllen. Diese Standards werden in den Deutschen Industrienormen (DIN) und Europäischen Normen (EN) festgehalten. Dort wird exakt vorgeschrieben welche Anforderungen Einweghandschuhe erfüllen müssen und wie die Prüfverfahren ablaufen müssen. Strenge Vorgaben und genaue Prüfverfahren sorgen für ein hohes Qualitätsniveau, von dem auch Sie als Verbraucher und Anwender profitieren. Dabei spielt es keine Rolle ob es sich beispielsweise um Nitril-, Vinyl- oder Latexhandschuhe handelt, die Industrienormen gelten für alle geprüften Handschuhe.

Dennoch kann es bei den ganzen Normen, Symbolen und Produktkennzeichnungen natürlich schwer fallen den Überblick zu behalten und auf welche Angaben Sie besonders achten müssen.

Daher informieren wir Sie gerne über alle wichtigen Normen und Produktkennzeichnungen, damit Sie nicht den Überblick verlieren und am Ende auch die richtigen Einmalhandschuhe finden!

Europäische Norm 455 (DIN EN 455)

Die Europäische Norm 455 klassifiziert einen Einmalhandschuh für den Gebrauch im medizinischen Bereich. Nur wenn Einmalhandschuhe alle Anforderungen der DIN EN 455 erfüllen, dürfen diese für medizinische Zwecke benutzt werden. Um die Norm zu erfüllen wird ein Handschuh verschiedenen Prüfverfahren und Belastungstests ausgesetzt. Die DIN EN 455 besteht dabei aus vier Teilen:

  1. Anforderung und Prüfung auf die Dichte
    Im ersten Teil wird der Einmalhandschuh auf seine Dichte geprüft. Dazu werden in Stichproben Handschuhe mit Wasser befüllt. Die Wasserdurchlässigkeit wird in zwei Zeitabständen gemessen, unmittelbar nach dem Befüllen und nach 2 bis 3 Minuten. Das angenommene Qualitätsniveau (AQL) muss bei medizinischen Handschuhen bei 1,5 liegen.

  2. Anforderung und Prüfung der phsyikalischen Eigenschaften
    Dieser Teil der Norm legt die Anforderungen und Prüfmethoden der physikalischen Beschaffenheit für medizinische Einmalhandschuhe fest. Darunter fällt einerseits die Einhaltung einheitlicher Größenstandards und die Überprüfung der Reißfestigkeit der Handschuhe.

  3. Anforderung und Prüfung der biologischen Bewertung
    In diesem Abschnitt der Norm werden alle Grenzwerte für die enthaltenen Chemikalien festgelegt. Endotoxine, Puder, Chemikalien und herauslösbare Proteine dürfen diese Grenzwerte nicht überschreiten, damit der Handschuh als medizinisches Produkt ausgewiesen werden darf.
    Des weiteren sind die Hersteller dazu verpflichtet auf Anfrage Auskünfte über alle potenziell gesundheitsgefährdende chemische Stoffe zu geben. Daher können Sie sich auch jederzeit bei Fragen direkt an den Hersteller wenden.

  4. Anforderung und Prüfung zur Haltbarkeitsdauer
    Diese Norm legt Anforderungen an die Haltbarkeitsdauer von medizinischen Handschuhen fest. Die Handschuhboxen enthalten daher auch zwingend Angaben zur vorgesehenen Lagerung, damit es zu keinen negativen Auswirkungen auf die Haltbarkeitsdauer der Handschuhe kommt. Diese Angaben finden Sie in den meisten Fällen in Form von Piktogrammen wieder. Über die Bedeutung der einzelnen Piktogramme und Symbole können Sie weiter unten im Abschnitt Produktkennzeichnungen und Piktogramme mehr nachlesen.

Europäische Norm 374 (DIN EN 374)

Die Europäische Norm 374 legt die Anforderungen an Handschuhe fest, die den Anwender vor Chemikalien oder Mikroorganismen schützt. Die Anforderungen gliedern sich seit 2016 in fünf Teile, welche die Richtlinien zu den Prüfverfahren und Klassifizierungen festlegt.

Die Handschuhe durchlaufen mehrere Prüfverfahren und werden auf ihre Schutzfunktion gegenüber 18 verschiedenen Prüfchemikalien getestet. Zu den Prüfchemikalien zählen verschiedene Klassen, u.a. Primär Alkohole, Säuren oder Peroxide. Die Handschuhe werden dabei auf Penetration (EN 374-2), Permeation (EN 374-3) und Degradation (EN 374-4) untersucht. Jeder einzelner Test stellt dabei einen weiteren Abschnitt der Norm EN 374 dar. Anhand der Testergebnisse werden Schutzhandschuhe im Anschluss typisiert, welche Sie an den folgenden Piktogrammen unterscheiden können.

Piktogramme zur EN 374 Kategorisierung

Typ A
Schutzhandschuhe/Einmalhandschuhe des Typs A verhindern bei mindestens 6 Prüfchemikalien ein Durchbruch für jeweils mindestens 30 Minuten

Typ B
Schutzhandschuhe/Einmalhandschuhe des Typs A verhindern bei mindestens 3 Prüfchemikalien ein Durchbruch für jeweils mindestens 30 Minuten

Typ C
Schutzhandschuhe/Einmalhandschuhe des Typs C verhindern bei mindestens einer Prüfchemikalie ein Durchbruch für mindestens 10 Minuten

 

Im letzten Abschnitt, der EN 374-5, soll der Schutz bei Risiken im Kontakt mit Mikroorganismen (Viren/Bakterien) gekennzeichnet werden. Um den Schutzfaktor zu bestimmen werden auf die bereits erwähnten Prüfverfahren zurückgegriffen. Zum Schutz gegen Bakterien und Pilze muss der Handschuh den Penetrationstest gemäß Norm EN 374-2 bestehen. Soll zudem Schutz gegen Viren ausgewiesen werden, muss zusätzlich ein Bakteriophagen-Penetrationstest durchgeführt und bestanden werden. Ob ein Handschuh die Kriterien zum Schutz gegen Mikroorganismen erfüllt, erkennen Sie an den untenstehenden Symbolen.

Piktogramme Virenschutz nach EN 374 Kategorisierung

Produktkennzeichnungen und Piktogramme

Auf jeder Handschuhbox finden sich bestimmte Piktogramme wieder. Diese einheitlichen Symbole liefern den Betrachter auf den ersten Blick bereits wichtige Informationen zum Gebrauch der Einmalhandschuhe und deren Produkteigenschaften. In der nachfolgenden Tabelle sind die gängisten Piktogramme aufgelistet sowie deren Bedeutung, um Ihnen einen guten Überblick zu verschaffen.

Hier erhalten Sie einen Überblick über die Produktkennzeichnungen!

Zu guter Letzt: Weitere Hinweise und Informationen für Sie zum Thema Einmalhandschuh Normen

Normen und Piktogramme können dem Verbraucher dabei weiterhelfen bei der Vielzahl von Produkten sich schnell einen Überblick über die Produkteigenschaften zu verschaffen. Auch unbekannte Produkte lassen sich so ohne viel Vorwissen besser einordnen. Die verschiedenen Prüfverfahren helfen zudem, dass ein gewisser Qualitätsstandard auf dem Markt herrscht. Die Normen und Piktogramme bieten daher einige Vorteile.

Sollten Sie dennoch weitere Fragen zu unseren Produkten haben oder benötigen Sie weitere Auskünfte rund um Hygienebedarf, dann zögern Sie nicht uns zu kontaktieren! Wir freuen uns Ihnen behilflich zu sein und Ihre Fragen zu beantworten.

Ansonsten finden Sie bei uns auch jede Menge weitere Informationen und Beratungsmöglichkeiten. Kennen Sie zum Beispiel Ihre passende Handschuhgröße nicht? Dann probieren Sie doch unseren Leitfaden zur Größenbestimmung. Oder Sie wollen sich mehr über die Vor- und Nachteile von Einmalhandschuhmaterialien informieren? Auch dafür haben wir Ihnen eine Übersicht erstellt.

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